Einfache Salatsauce




Zutaten

  • 1 1/2 EL Rapsöl
  • EL Apfelessig oder nach Wahl
  • 1 TL Senf
  • 1 TL Mayonnaise
  • 1 Zwiebel(n)
  • n. B. Salz und Pfeffer
  • n. B. Gewürz(e) und oder Kräuter, z.B. Majoran



Zubereitung

Die Zwiebel in kleine Würfel schneiden  Erst das Rapsöl und den Essig mit einer Gabel oder einem Salatbesteck verrühren, dann den Senf und die Mayonnaise beigeben.

Nun noch die gewürfelte Zwiebel dazugeben. Zum Schluss die Sauce mit Pfeffer und Salz nach Bedarf würzen. Am Ende noch den gewünschten Salat beigeben.

NT - Schweinefilet im Speckmantel mit Champignons und Spätzle




Zutaten 

  • 650 g Schweinefilet(s)
  • 150 g Bacon, möglichst lang geschnitten
  • 3 EL Öl, alternativ Butterschmalz
  • 750 g Champignons, möglichst braune
  • 50 g Butter
  • 100 g Schinkenspeck, gewürfelt, alternativ Baconwürfel
  • 2 m.-große Zwiebel(n)
  • 2 Zehe/n Knoblauch
  • 1 EL Tomatenmark
  • 200 ml Sahne
  • 100 ml Crème fraîche
  • 100 ml Brühe
  • 100 ml Weißwein
  • etwas Worcestersauce
  • etwas Salz und Pfeffer
  • evtl. Mehl, oder Mondamin zum Binden
  • n. B. Kräuter (Petersilie, Schnittlauch o.Ä.)
  • 400 g Spätzle
  • 1 TL, gehäuft Salz
  • 2 EL Öl
  • etwas Butter


Zubereitung

Arbeitszeit ca. 1 Stunde

Koch-/Backzeit ca. 2 Stunden 6 Minuten

Gesamtzeit ca. 3 Stunden 6 Minuten
Eine flache Platte (oder einen großen Teller) in den Backofen stellen und diesen mit 80 °C ca. eine halbe Stunde vorheizen. Temperatur wenn möglich mit Backofenthermometer kontrollieren.

Schweinefilet 1 Stunde vor dem Anbraten aus dem Kühlschrank nehmen, damit das Fleisch auch im Kern Zimmertemperatur annimmt. Falls der Metzger es nicht schon vorher getan hat, das Fleisch parieren (d.h. von Sehnen, Häutchen, Fett etc. befreien). Hat man ein ganzes Schweinefilet, dann schlägt man die Spitze soweit um, dass in etwa ein gleichmäßig dickes Fleischstück entsteht.
Filet salzen (nur wenig wegen des Speckmantels!) und pfeffern.

Baconscheiben überlappt auslegen, in einer Breite, die der Länge des Filetstücks entspricht. Beide Enden des Filets je nach Dicke mit ein bis zwei (evtl. halbierten) Baconscheiben abdecken, das Filet auf die ausgelegten Scheiben legen und einrollen. Die Speckhülle entweder mit Küchengarn oder (von mir aus Handhabungsgründen bevorzugt) mit Rouladennadeln fixieren.

In einem großen Schmortopf Öl bzw. Butterschmalz erhitzen und das Filet in ca 6 Minuten von allen Seiten braun/kross anbraten. Auch die beiden Kopfseiten sollten dabei angebraten werden (Filet mit Hilfe von Küchenzange oder gefaltetem Küchenpapier senkrecht halten). Anschließend das Fleisch mit einem Bratenthermometer versehen für ca. 2 Stunden in den vorgeheizten Backofen auf die Platte/den Teller legen und auf die gewünschte Kerntemperatur bringen (ca. 60 °C für einen rosa Kern).

Den Bratensatz im Schmortopf entfetten und mit etwas Weißwein oder Brühe lösen, dann für späteren Gebrauch beiseite stellen.

Eine halbe Stunde vor Garende des Fleisches, die Zwiebeln schälen und würfeln, Knoblauchzehen schälen und in kleine Scheiben/Würfel schneiden sowie die Pilze säubern und je nach Größe in 2, 4 oder 6 Teile schneiden.

In einer großen Pfanne die Butter zerlassen, den Schinkenspeck/Bacon anbraten, Zwiebeln und Knoblauch anschwitzen. Die Champignons und das Tomatenmark hinzufügen, etwas pfeffern und salzen und so lange braten, bis kaum noch Flüssigkeit übrig geblieben ist. Währenddessen Sahne, Crème fraîche, Brühe und Wein im Schmortopf mit dem gelösten Bratensatz zusammen erhitzen. Gleichzeitig kann man auch schon das Wasser für die Spätzle aufsetzen.
Die gebratenen Champignons in den Schmortopf geben und ca. 5 Minuten leicht köcheln lassen, dabei nach Belieben klein gehackte Kräuter hinzufügen. Anschließend mit Worcestersoße, Salz und Pfeffer abschmecken. Wem das Champignongemüse zu flüssig ist, kann gegebenenfalls noch mit Mehl/Mondamin andicken.

Die Spätzle nach Anweisung im Salzwasser mit 2 EL Öl bissfest kochen, abgießen und - wenn sie nicht direkt auf die vorgewärmten Teller verteilt werden - kurz in etwas zerlassener Butter schwenken.
Fleisch aufschneiden (scharfes oder Elektromesser lässt den krossen Schinkenspeck heil an den Fleischscheiben) und mit Champignongemüse und Spätzle servieren.

Für Interessierte noch einige Tipps:
Es empfiehlt sich, die Essteller von vornherein mit der Fleischplatte mit vorzuwärmen. Sie sind dann zwar relativ heiß (80 °C), das ist aber auch günstig, da beim NT-Garen das Fleisch naturgemäß nicht sehr heiß auf den Teller kommt und dann noch schneller auskühlen würde. Zwischendurch sollte man sie nicht in den Ofen zum Fleisch stellen, da das den NT-Garvorgang zu stark unterbricht.
Beim Anbraten der Filet-Enden hat sich bei mir das Halten des Filets mit Küchenpapier in der Hand durchgesetzt. Dazu faltet man ein Blatt Küchenpapier zweimal und achtet nur darauf, dass man sich nicht am heißen Fett verbrennt bzw. das Papier das heiße Fett aufsaugt. Man kann dann das Filet bequem ca. 30 sek. senkrecht halten, fürs Anbraten des Endes. Das Problem bei der Küchenzange ist, dass man damit die Baconhülle doch viel leichter verschiebt oder sogar zerstört.

Indisches Butter Chicken aus dem Ofen




Zutaten 

  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 EL Limonensaft oder Zitronensaft
  • 2 TL Salz
  • 1 Becher Joghurt (150 g)
  • 2 Stück(e) Ingwer, jeweils daumengroß
  • 2 Zehe/n Knoblauch
  • 3 TL Cayennepfeffer
  • 1 EL Garam Masala
  • 500 g Hähnchenbrust
  • 500 g Tomate(n), passiert
  • 4 EL Butter
  • 1 TL Zimt
  • 1 EL Honig
  • 150 ml Sahne
  • 1 Zwiebel(n)


Zubereitung

Arbeitszeit ca. 30 Minuten

Ruhezeit ca. 1 Stunde

Koch-/Backzeit ca. 30 Minuten

Gesamtzeit ca. 2 Stunden
Die Hähnchenbrust in Stücke schneiden. Aus 1 TL Paprikapulver, 1 EL Limonen- bzw. Zitronensaft, 1 TL Salz, 1 Becher Joghurt, 1 TL Cayennepfeffer, 1 EL Garam Masala Pulver, 1 Stück Ingwer und 1 Knoblauchzehe eine Marinade herstellen. Das Fleisch mit der Marinade mischen.

Mindestens eine Stunde einziehen lassen. Besser ist es, das Fleisch bereits am Vortag zu marinieren und über Nacht in den Kühlschrank zu stellen.

Den Ofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vorheizen dann das Fleisch in einer Auflaufform für 25 Minuten garen.

Die Zwiebel klein hacken und in 2 EL Butter glasig anschwitzen. Die passierten Tomaten, den Zimt, 1 TL Salz, 2 TL Cayennepfeffer, 1 Stück Ingwer und 1 Knoblauchzehe hinzugeben. Alles 20 Minuten mit Deckel und bei niedriger Temperatur köcheln lassen. Gelegentlich umrühren. Nun die restlichen 2 EL Butter, den Honig und die Sahne hinzufügen, weitere 3 Minuten köcheln. Das Fleisch aus der Marinade nehmen, in die Soße geben, kurz umrühren und 2 Minuten mitköcheln lassen.

Dazu passt Reis oder Naan.

Wer gerne Koriandergrün mag, der kann ganz am Ende noch ein paar frisch gehackte Blätter hinzufügen.

Rehrücken ausgelöst




Zutaten 

  • 1 Rehrücken
  • Olivenöl
  • 10 Wacholderbeere(n), zerdrückt
  • Salz und Pfeffer, schwarzer, grob gemahlen oder gemörsert
  • 100 g Butter

Für die Brühe:

  • 4 EL Olivenöl
  • 1 Zwiebel(n) mit Schale
  • 1 Stange/n  Lauch
  • 1 Möhre(n)
  • 30 g Knollensellerie
  • 1 Petersilienwurzel(n), oder 10 Stängel Petersilie
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Zehe/n Knoblauch, zerdrückt
  • 1 TL Thymian, getrocknet
  • 50 g Schinken, gewürfelt
  • 1 TL Pfefferkörner, weiße, geschrotet
  • 1 TL Wacholderbeere(n), zerdrückt
  • 500 ml Rotwein, trocken

Für die Sauce:

  • 1 TL Senf
  • 1 TL Johannisbeergelee
  • Crema di Balsamico
  • Salz und Pfeffer, aus der Mühle
  • evtl. Butter in Stückchen, eiskalt


Zubereitung

Arbeitszeit ca. 2 Stunden

Gesamtzeit ca. 2 Stunden
Ein Rehrücken ist eine edle Sache. Er macht am Tag der Zubereitung wenig Arbeit, verlangt beim Braten aber Fingerspitzengefühl und 10 - 12 Minuten die ungeteilte Aufmerksamkeit des Koches. Ich mag den Rücken rosa gebraten und wenn er dann nur 2 Minuten zu lange im Ofen war, ist er durchgebraten, und seine einmalige Zartheit geht verloren.
Zunächst die Überlegung, Rehrücken im Ganzen zu braten oder auszulösen? Ich löse immer aus, weil ich so den Garprozess besser beurteilen und aus den Knochen eine leckere Sauce machen kann. Das wird ein oder zwei Tage vor dem Verzehr gemacht.

Die Rückenstränge von Fett und allen Häutchen befreien, es bleiben je nach Größe des Tieres etwa 1000 - 1200 g schieres Fleisch übrig. Dieses wird mit einer Mischung aus Olivenöl, zerdrückten Wacholderbeeren und geschrotetem Pfeffer eingerieben. Die Fleischstücke in Alufolie einwickeln und in den Kühlschrank legen. Dort kann es 2 – 3 Tage ohne Qualitätseinbuße lagern.

Der Fond:
Für den Fond werden alle Knochen und Fleischabfälle sehr klein gehackt bzw. geschnitten und in einer schweren Pfanne oder im Bratentopf im Backofen in etwas Olivenöl möglichst gleichmäßig gebräunt. Darauf achten, dass nichts anbrennt, denn angebrannte Knochen machen die Sauce bitter. Alles in einen großen Kochtopf umschichten. Pfanne oder Bratentopf mit einem Glas Rotwein ablöschen, etwas einkochen lassen und in den Kochtopf geben.

Die Zwiebel halbieren und die Schnittstellen anrösten, das restliche Gemüse würfeln und mit den Schinkenwürfeln ebenfalls in Olivenöl anrösten. Auch umschichten, ablöschen und in den Topf geben. Kaltes Wasser dazu gießen, bis alles bedeckt ist. Gewürze hinzu, und den Inhalt 4 - 5 Stunden im offenen Topf leicht vor sich hinköcheln lassen. Dabei immer wieder gründlich abschäumen. Die verkochte Flüssigkeit von Zeit zu Zeit durch Rotwein ersetzen.
Anschließend die Knochen-, Fleisch- und Gemüseteile entsorgen und die Flüssigkeit durch ein Haarsieb oder Passiertuch in einen anderen, ausreichend großen Topf umfüllen. Dieser Fond wird bei großer Hitze eingekocht, bis nur noch ein knapper halber Liter übrig geblieben ist. Fond erkalten lassen.

Die Sauce:
Bevor das Fleisch in den Ofen kommt, wird die Sauce gemacht. Dazu den Fettdeckel, der sich an der Oberseite des Fonds gebildet hat, abnehmen. Die Konsistenz des Fonds ist geleeartig und fest. Den Fond erhitzen, 1 TL Senf einrühren, pfeffern, salzen und mit 1 TL Johannisbeergelee und Crema di Balsamico abschmecken. Evtl. mit kalten Butterstückchen binden.

Das Fleisch:
Am Tag des Essens das Fleisch 1 - 2 Stunden vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank nehmen, damit es Zimmertemperatur annehmen kann. Denn bei der kurzen Bratzeit wäre es in der Fleischmitte noch kalt, wenn es direkt aus dem Kühlschrank in den Ofen käme.

In einer flachen Brat- oder Auflaufform, die gerade so groß sein sollte, dass das Fleisch gut nebeneinander liegen kann, evtl. die beiden Fleischstränge noch mal halbieren. In dieser Form die Butter in dem auf 200 °C vor geheizten Backofen (Ober- und Unterhitze) zum Schmelzen bringen, dabei etwas salzen. Sie soll zwar richtig heiß sein, aber nicht braun werden.
In diese Butter die Fleischstücke legen. Schon nach 2 Minuten wenden und leicht salzen. Nach weiteren 2 Minuten wieder wenden, ohne zu salzen. Noch zweimal in jeweils 2 Minuten Abstand wenden. Nach etwa 8 Minuten prüfen, wie weit der Rücken ist. Er soll auf Fingerdruck gut nachgeben und nicht zu stramm sein, aber auch nicht zu weich wie gekochte Pilze.
Die fertigen Rückenstücke in Alufolie wickeln und auf der offenen Ofentür ca. 10 Minuten ruhen lassen, damit sich das Fleisch entspannen kann und damit beim Anschneiden kein Fleischsaft auf den Teller läuft.

Als Beilagen liebe ich Spätzle, Salzkartoffeln oder ein Selleriepüree und dazu gebratene Waldpilze, Rosenkohlblättchen oder auch Spitzkohl. Halbe Birnen mit Preiselbeeren passen nicht dazu, weil ich einen guten trockenen Rotwein dazu trinken möchte.

Rinderfilet an Whiskeyrahmsauce




Zutaten 

  • 1 Schalotte(n)
  • 500 g Rinderfilet(s)
  • 1 EL Butter zum Braten
  • 1 EL Senf, scharfer
  • 50 ml Whiskey
  • 1 EL Butter
  • 200 ml Kalbsfond
  • 2 EL Ketchup
  • 1 EL Worcestershiresauce
  • ¾ TL Tabasco
  • 150 ml Rahm


Zubereitung

Arbeitszeit ca. 20 Minuten

Gesamtzeit ca. 20 Minuten
Backofen auf 80 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Gratinform darin mit aufwärmen. Die Schalotte schälen und fein hacken.

Das Rinderfilet rundum mit Salz und Pfeffer würzen. Butter in einer Pfanne auslassen. Das Fleisch von allen Seiten ca. 5 Min. (ein dickes Stück ca. 6 Minuten) scharf anbraten. Mit Senf einreiben und nochmal in der Pfanne wenden. Herausnehmen und sofort in die Gratinform geben. Im Backofen bei 80°C ca. 1 ½ bis 1 ¾ Stunden gar ziehen lassen. Den Bratensatz anschließend mit Whiskey auflösen und durch ein Sieb gießen.

1 EL Butter in der Pfanne schmelzen und die Schalotte darin andünsten. Mit dem aufgelösten Bratensatz und dem Kalbsfond ablöschen. Ketchup, Worcestershiresauce und Tabasco beifügen und die Flüssigkeit auf knapp 75 ml einkochen lassen.

Den Rahm halb steif schlagen und vor dem Servieren unter die leicht kochende Sauce rühren, diese evtl. bei Bedarf pikant nachwürzen.

Das Rinderfilet in Scheiben schneiden, auf Tellern anrichten und die Sauce darum herum verteilen.

Was man vorbereiten kann: Die Reduktion der Sauce kann bereits am Vorabend zubereitet werden. Nach dem Anbraten dann noch den mit Whiskey abgelöschten Bratensatz dazugeben.

Hinweis: Brät man das Filet nur 3 - 4 Min. an, benötigt es bei 80 °C ca. 2 ½ bis 3 Stunden zum nachgaren.